Eberhard Jörg

aktive Bewegung und flexible Muskulatur 

nach meiner Tätigkeit als Facharzt in eigener Praxis beschäftige ich mich überwiegend mit der Ausbildung von Ärzten, Physiotherapeuten und Myoreflextherapeuten

Meine sportlichen Interessen sind Judo, Tauchen, Skitouren, Flexibilität und Ausdauer

Meine Denkweise

Meine ärztliche Tätigkeit begann als Assistenzarzt in der Herzchirurgie. Es folgte die Weiterbildung zum Chirurgen. 1996 absolvierte ich die Kenntnisprüfung spezielle Unfallchirurgie und vier Jahre später schloss ich auch die Facharztweiterbildung Orthopädie ab. Für mich war und ist die operative Therapie die Erfüllung. Täglich implantierte ich bis zu 3 Endoprothesen und führte schwierige Umstellungsoperationen an Knochen und Gelenken durch.

Die zahlreichen Aufklärungsgespräche während meiner klinischen Tätigkeit bildeten ein Reservoir an Gedanken und Überlegungen über den Sinn und die Entscheidungsfindung zu Operationen. Bisherige Erklärungsversuche zu Beschwerden machten mich stutzig, da sie in meinen Augen die Durchführung der einen oder anderen Operation oder Behandlungsmethode nicht rechtfertigten. Bestürzt war ich schon sehr früh über die fortbestehenden Beschwerden nach Bandscheibenoperationen, Schwellneigung und Bewegungseinschränkung nach Knieprothesen. Ich begann neue Therapiekonzepte zu entwickeln und mit den Patienten persönliche Dehnungs- und Kräftigungsübungen zu erarbeiten. Hierbei halfen mir Kenntnisse aus meiner sportmedizinischen Trainerausbildung. Durch die manualtherapeutische Ausbildung und Arbeit lernte ich Blockaden durch Druck auf gelenknahe Muskelursprünge zu lösen. Der Muskel trat für mich vermehrt in den Vordergrund.

Durch Druck auf bestimmte Punkte lernte ich Muskelhärten zu beseitigen. Als ich Kurt Mosetter kennenlernte, der die Myoreflextherapie entwickelte, kam ich mit den Gedanken der myofascialen Betrachtungsweise und Behandlungsmethode in Kontakt. Diese Überlegungen erklären für mich die meisten funktionellen Beschwerdebilder (Blockaden und Myogelosen) und die Entstehung von organischen Veränderungen wie die Arthrose und Osteoporose. Ein Röntgenbild verrät mir inzwischen viel über die Lebens- und Schmerzgeschichte eines Menschen.

Aus all diesem resultiert meine Arbeitsweise. Alle körperlichen, motorischen, sensorischen, emotionalen, metabolischen Systeme wirken zusammen. Der Blick auf die Organerkrankung ist dem Blick auf den ganzen Menschen gewichen.

Zwischenzeitlich habe ich mit der Akupunktur viel Erfahrung gesammelt.

Die Welt der Nährstoffe und der Micronährstoffe erhielt ebenso Einzug in meine Denk- und Arbeitsweise. Deren Mangelzustände rufen Beschwerden hervor.

Der angestrebte gesunde Zustand erfordert, dass alle Systeme im Gleichgewicht sind. Gesundheit ist ein dynamisches Gleichgewicht.

Das System der Muskulatur spielte bisher in den Denkmodellen der Lehr-Medizin keine besondere Rolle. Das jeweilige Gesamtsystem wurde nicht einbezogen – „ein Muskelfaserriss habe nur eine mechanische Ursache.“

Jedoch ist die Antwort der Muskulatur auf Reizsituationen die lokale Erhöhung ihres Tonus. Die Ausbreitung der Tonuserhöhung folgt dem System der kinetischen Ketten, wodurch sich oft lange Züge muskulärer Verspannung bilden. Das Zusammenspiel von Synergisten und Antagonisten, das sensible Gleichgewicht zwischen den Kraft- und Muskelketten garantiert einen reibungslosen und ökonomischen Bewegungsablauf. Ist auch nur einer dieser Muskelzüge verkürzt oder beeinträchtigt, was z. B. durch eine Verletzung oder Schonhaltung ausgelöst werden kann, ist dieses Gleichgewicht gestört. Eine muskuläre Dysbalance ruft Schmerzen und funktionellen Beeinträchtigungen hervor und nach längerer Dauer führen diese zu degenerativen Veränderungen

Funktionelle Störungen des Bewegungssystems und Mikrotraumata auf der Ebene von Sehnen und Muskeln lassen sich selbst mit hochauflösender Kernspintomographie nicht nachweisen. Dennoch verursachen sie weitreichende Behinderungen und Schmerzsyndrome.

Jeder Organismus hat eine individuelle Ausprägung der Muskulatur aufgrund des Gebrauchs, traumatischen Störungen und der eigenen Schmerzbiographie. Das Schmerzgedächtnis ist nicht nur im Gehirn lokalisiert sondern es befindet sich im ganzen muskulo-skelettalen System. Aus den funktionellen Störungen resultierenden morphologischen Veränderungen und Störungen der Bewegungsorgane. Die knöchernen Strukturen werden angegriffen, die Wirbelsäule wird geschwächt.

In den Praxisräumen von Jürgen Wegner, Eislingen, biete ich Myoreflextherapeutische, Ganzheitliche,  Behandlungen an

Naturheilpraxis Wegner, Eislingen